Trotz der Gefahr mich unbeliebt zu machen muss ich meine Meinung zum Netz-Kapitel des Wahlprogramms der Grünen loswerden:

Wer titelt die Bürgerrechte in der digitalen Welt stärken“ zu wollen, im Text jedoch ausführt „bezüglich des Schutzes von Persönlichkeitsrechten wollen wir die Anbieter noch stärker an ihre Verantwortung erinnern“, hat eigentlich schon offenbart lieber alles beim Alten lassen zu wollen.

Wer titelt „UrheberInnen stärken, Fairen Interessenausgleich aushandeln“ und im Text den Schutz geistigen Eigentums zum Geschäftsmodell degradiert, für nicht-kommerzielle Nutzung sogar komplett abschaffen will, hat das Thema der Überschrift total verfehlt.

Wer vorgibt die Verwertungsgesellschaften gerechter, tranzparenter und demokratischer machen zu wollen und als einzige (!!!) Idee für eine angemessene Vergütung die Einführung einer Pauschalabgabe auf Breitbandinternetanschlüsse diskutiert, hat weder den Künstlern noch den Nutzern richtig zugehört.

Nur zur Klarstellung, auch ich bin für ein freies Netz, aber mit solch einem ‚Wischiwaschi‘ sind doch schon ‚Die Piraten‘ gescheitert – ein Trauerspiel sowas jetzt auch bei den Grünen lesen zu müssen.

Zugegeben ein Spezialthema, das nicht so viele interessiert, dennoch hier der Link zu dem Beschluss für diejenigen, die es im Original lesen möchten:

Freies_Netz_fuer_alle.pdf